Wie wollen wir zusammen leben?

Wohnexperimente und Rauminterventionen

 

Die Multihalle wird zum experimentellen Raum für Diskurse und kommunikative Formen des Zusammenlebens. Vom 2. August bis zum 17.August 2019  wird die interdisziplinäre Summer School „Werkstatt Multihalle – [con]temporary living experiments“ mit  rund 80 Studierenden aus aller Welt zum Thema „Co-creating home“ stattfinden.

Begleitet wird dieser Bauworkshop von zahlreichen Veranstaltungen zu internationalen Positionen aus Architektur, experimentellem Bauen, Kunst und Theorie. In einem interaktiven Prozess mit BewohnerInnen des angrenzenden Stadtteils werden Künstler, Theoretiker & Aktivisten in die Prozesse einbezogen und treffen auf die reiche Kultur- und Kreativszene von Stadt und Region. Die modularen (Wohn-)Räume werden im 1:1 in der Multihalle produziert und können als mobile Stadtmöbel im Herzogenriedpark und der ganzen Stadt Mannheim verwendet werden.

Thema

der Sommerakademie ist das Zusammenleben in Städten. Durch das stetige Wachstum unserer Städte und dem damit einhergehenden steigenden Druck auf den Wohnungsmarkt entstehen neue Nachbarschaften und Quartiere. Der neue Stadtbewohner fragt nach Typologien zwischen spezifischen Wohnbedürfnissen und Nutzungsneutralität. Durchdachte Wohnkonzepte greifen die Ansprüche einer dynamischen Stadtgesellschaft auf und schaffen Brücken zwischen Privatheit und urbaner Öffentlichkeit, dem individuellen Wohnanspruch und dem Kollektiv, dem Bedürfnis von heute und dem Wohnen in Zukunft. In der Frage nach der Umsetzung zeigt uns Frei Ottos Denken eine Möglichkeit, über einen offenen Prozess und iterative Verfahren in gesellschaftlichem Maßstab wesentlich zur Realisierung beitragen zu können. 

Ziel

der Sommerakademie ist das Bauen experimenteller Interventionen zu den Fragen der offenen Gesellschaft und dem transitorischen Wohnen in einem kollektiven und partizipativen Prozess, sowie die interdisziplinäre Entwicklung von integrativen Kooperationsformen zur Aneignung von Heimat (und Öffentlichkeit). 

Aufgabe

der TeilnehmerInnen ist es, modulare (Wohn-)Räume zu entwickeln, die im 1:1 in der Multihalle produziert werden und saisonal im Herzogenried-Park in den Sommermonaten aufgebaut und bewirtschaftet werden können. Die Alkoven werden im Sinne der Neuentdeckung der Multihalle Frei Otto’s unter einem Dach zusammengeführt. Das Sommerhotel besteht aus prototypischen Raummodulen, die ein Angebot schaffen, das über die klassische Unterbringung und Versorgung mit Wohnraum hinausgeht. Die BewohnerInnen des angrenzenden Stadtteils werden durch Nutzungsworkshops zur aktiven Teilnahme angeregt und aktiv in den Prozess mit eingebunden. Bewerben können sich Studierende aller Semester und Fakultäten. Das Projekt verfolgt einen interdisziplinären Ansatz. Neben dem tatsächlichen Bauen der Wohnexperimente sollen integrative Handlungsstrategien zur Frage von Heimat und Öffentlichkeit erarbeitet werden. 

Partner

Wir danken unseren Partnern ohne die das Projekt nicht durchführbar gewesen wäre. Die Summer School ist gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur- und Medien.